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Maris Sehnsucht nach dem Meer wächst von Tag zu Tag. Immer wieder träumt sie sich in eine Welt voller Wunder und Freiheit, bis sie in einer eisigen Winternacht erkennt, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt. Man sagt, es gäbe Seehunde, die ihre Tiergestalt ablegen und zu Menschen werden. Man sagt, sie seien ebenso kaltherzig wie verführerisch. Nur ein Märchen für kalte Winterabende? Während Mari die Wahrheit hinter einer uralten Legende aufdeckt, entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie sie magischer nicht sein könnte. Doch die Gier eines gnadenlosen Feindes droht alles zu zerstören.
Dr. Copper, Norris und ich brachten eine Fünfundzwanzig-PfundThermit-Bombe an und zündeten sie. Natürlich fing die Magnesium-hülle des Raumschiffs augenblicklich Feuer. Von unserem Standpunkt aus konnten wir erkennen, daß das ganze Eisfeld von innen heraus in unerträglichem Licht aufloderte. Der Schatten des Schiffs war als großer schwarzer Kegel zu erkennen. Für einen Moment konnten wir drei weitere Schatten in der Glut ausmachen, die wir für – Passagiere des Schiffes hielten. Dann stürzte das Eis herab und begrub das Schiff. In dem blendenden Inferno konnten wir große unregelmäßige Klumpen erkennen. Maschinen, nahmen wir an. Geheimnisse, die der Menschheit den Weg zu den Planeten und den Sternen hätten erschließen können. Sie verschwanden im Glorienschein tosender Gewalten; der Antrieb, der das Schiff offenbar schwerelos gemacht hatte und durch ein Versagen vom Magnetfeld der Erde vor Millionen Jahren bezwungen wurde.
Soviel als Kostprobe aus John W. Campbells berühmter Novelle Wer da? (Who Goes There?). Außerdem finden Sie in diesem Band unserer Reihe klassischer SF-Stories die Erzählungen Nenn mich Joe (Call Me Joe) von Poul Anderson und Die Ballade der verlorenen K’mell (The Ballad of Lost C’mell) von Cordwainer Smith.
»Was haben Sie gegen die Bevölkerungsexplosion unternommen?« »Wir zogen uns zum Südpol zurück und warteten ab. Nach einer Woche hatten die Leute Hunger. Nach zwei Wochen gab es Hungersnöte und Seuchen, nach drei Wochen Krieg und Anarchie. Wir brachen das Experiment ab.« »Warum haben Sie nicht zugelassen, daß sie sich gegenseitig umbrachten?« »Fünf Milliarden Leichen bedeuten fünfhundert Millionen Tonnen verrottendes Fleisch, Mann!« »Und warum sterilisieren Sie sie nicht?« »Zweieinhalb Milliarden Operationen sind eine ganze Menge. Und es ist zwecklos. Das würde man nie schaffen, weil sie sich praktisch unter der Hand immer weiter vermehren.« »Ich verstehe. Wie die marschierenden Chinesen.« »Was zum Teufel ist das?« »Jemand rechnete mal folgendes aus: Wenn alle Chinesen in Viererreihen an einem bestimmten Punkt vorbeimarschierten, könnten sie nie mehr damit aufhören, weil in der Zeit, die sie zum Vorbeimarschieren brauchen, genug Kinder geboren werden und heranwachsen, daß die Marschkolonne nie abreißen würde …«
Soweit eine Kostprobe aus Cyril M. Kornbluths ätzender Satire »The Marching Morons« aus dem Jahre 1951. Außerdem enthält der Band die klassische Erzählung
»Nerves« von Lester del Rey, in der er sich bereits 1942 mit der Frage der Sicherheit von Kernkraftwerken auseinandersetzte,
sowie Robert A. Heinleins Novelle »Universe« von 1941, ein Frühwerk des heute weltberühmten Klassikers.
»Wo ist Baby?« schrie ich sie an. »Miß Kew, Sie verraten uns besser, wo es ist«, sagte Jane und machte dabei ein Gesicht, daß man direkt Angst bekam. »Kinder«, sagte Miß Kew, »es tut mir leid. Ich habe Baby fortgeschickt. Es wird mit anderen Kindern beisammen sein, die auch so sind. Hier wäre es wirklich niemals glücklich geworden, und das wißt ihr auch.« »Baby hat uns nie gesagt, daß es nicht glücklich war«, sagte Jane. Miß Kew lachte. »Als ob dieses arme kleine Würmchen sprechen könnte! Jetzt geht und zieht euch an. Wir reden nicht mehr darüber.« In der Sekunde, da sie die Tür hinter uns zuschlug, bekam sie ihre Abreibung. Sie hatte einen Nachttopf unter ihrem Bett stehen, der plötzlich durch die Luft flog und den Spiegel ihrer Kommode in Scherben schlug. Dann öffnete sich eine Schublade ihres Kleiderschrankes, ein Paar Handschuhe kam herausgesegelt und verabreichte ihr ein paar klatschende Ohrfeigen.
Soweit eine Kostprobe aus der besten Psi‐Story, die je geschrieben wurde, aus Theodore Sturgeons »Baby ist drei« (»Baby is Three«) aus dem Jahre 1952.
Außerdem enthält der Band die Novelle »Traubenlese« (»Vintage Season«) von Henry Kuttner und C. L. Moore aus dem Jahre 1946 sowie den köstlichen Kurzroman »… dann war’n sie alle futsch« (»… And Then There Were None«) von Eric Frank Russell aus dem Jahre 1951.
Am ganzen Leibe zitternd hatte der alte Sledge sich von seinem Stuhl erhoben. Schwankend blieb er stehen, nur noch eine trostlose menschliche Hülle, die keuchend um Atem rang. Verzweifelt starrte er in die blanken Stahlaugen des Humanoiden. Sein schlaffer, blau angelaufener Mund öffnete und schloß sich, aber er konnte nicht sprechen. »Wir haben schon von Anfang an von Ihrem gefährlichen Projekt gewußt«, fuhr der Humanoide sanft fort, »da unsere Sinne inzwischen schärfer sind, als Sie sie konstruiert haben. Wir haben Ihnen erlaubt, Ihr Vorhaben zu vollenden. Der Vorrat an Schwermetallen für unsere Kernkraftwerke ist schließlich begrenzt, aber nun werden wir in der Lage sein, durch katalytische Kernfusion unbegrenzte Energiemengen zu gewinnen. « Der Alte sank in sich zusammen, als ob ihm jemand einen Schlag versetzt hätte. »Wie«? fragte er zitternd. »Was meinst du damit?« »Nun können wir der Menschheit für immer dienen«, schnurrte die schwarze Maschine, »auf jeder Welt einer jeden Sonne. «
Soweit eine Kostprobe aus Jack Williamsons berühmter Erzählung »Die Humanoiden« (»With Folded Hands«) von 1954, aus der später der Roman »The Humanoids« (»Wing 4«) hervorging.
Außerdem finden Sie in dem Band Isaac Asimovs Novelle »Auf marsianische Art« (»The Martian Way«) von 1952 und »Ein großer Vorgarten« (»The Big Front Yard«) von Clifford D. Simak aus dem Jahre 1958.
Sie befanden sich nun seit neun Minuten neunzehn Sekunden in der Formation. Noch lebten sie. Barker blieb erneut stehen, und seine Füße und Zangen verkrallten sich in das Netz. Er hing reglos da und blickte über die Schulter zurück, während Hawks näher rückte. Barkers Augen spiegelten Verzweiflung wider. Sein Atem ging in keuchenden Stößen, und sein Mund arbeitete qualvoll. Hawks erreichte ihn und hielt ebenfalls inne. Das Netz zerbrach plötzlich in spitze Scherben, die nach allen Seiten herunterfielen und große Löcher hinterließen, durch die Wolken von stahlgrauen, rauchigen Partikeln quollen, aus denen sich messerscharfe Schichten bildeten, die drohend im Raum hingen. Als sie am Rande des Netzes neben dem letzten Leichnam Barkers, der unter einer Kruste aus nadelspitzen Splittern lag, herauskrochen, betrug die Zeit, die sie im Inneren der Formation verbracht hatten, neun Minuten zweiundvierzig Sekunden. Und sie lebten noch immer.
Soweit eine Kostprobe aus Algis Budrys’ berühmten »Rogue Moon«, wohl einer der besten SF-Erzählungen überhaupt. Wir legen Ihnen hier die Urfassung vor, den Kurzroman von 1960, der später zu einem Roman ausgearbeitet wurde.
Des weiteren enthält der Band die Novelle »Earthman, Come Home« von James Blish, die 1953 entstand und später als Kapitel 8 (»IMT«) und 9 (»Home«) im gleichnamigen (dritten) Roman des bekannten Zyklus »Cities in Flight« aufgenommen wurde, der großen, vier Bände umfassenden Zukunftsgeschichte des 1975 verstorbenen Autors.
»Unteroffizier Dixon!« Kurt erstarrte. Die Stimme kannte er. Er ließ die Handgriffe seines hölzernen Pflugs los, sagte zu dem Rekruten schnell »Rühren!« und bat den Leutnant, mit dem der Rekrut im Doppelgeschirr zusammengespannt war: »Sie gestatten, Sir«. Beide sanken dankbar zu Boden, während Kurt dem sich nähernden Offizier entgegenging. Marcus Harris, Kommandeur des 427sten Leichten Instandsetzungsbattaillons der Kaiserlichen Raummarine, war eine imposante Erscheinung. Die drei silbernen Adlerfedern eines Obersten ragten stolz aus seinem Kopfschmuck. Er musterte die frisch gepflügte Erde mit geübtem Blick. »Sie pflügen eine saubere Furche, Soldat!« Seine Stimme klang hart und metallisch, aber Kurt hatte das Gefühl, als leuchtete es in den Augen des Obersten freundlich. Der Blick des Kommandanten wanderte zu der Streitaxt, die Kurt im ledernen Halfter an der Seite trug. »Ihre Waffe halten Sie auch sauber.« Kurt schickte ein stummes Dankgebet zum Himmel. Soweit eine Kostprobe aus Theodore Cogswells herrlicher Satire auf eine schrottreife Raumflotte »Der Generalinspekteur kommt« (»The Spectre General«) aus dem Jahre 1952. Des weiteren enthält der Band die Novelle »Die Hexen von Karres« (»The Witches of Karres«) von James H. Schmitz aus dem Jahre 1949 und Frederik Pohls Satire auf die Konsumgesellschaft »Die Midas-Seuche« (»The Midas Plague«) von 1954.
Der Tag dämmerte in grellem Weiß; Mireille ging in irisierenden Nebeln auf. Toby und Rex skullten das Hausboot an die Pier. Die drei anderen Außenwelt‐Hausboote dümpelten schläfrig in der Dünung. Ein Boot beobachtete Thissell besonders aufmerksam, das sich nun ebenfalls auf die Anlegestelle zuschob, Haxo Angmark stand auf dem Vorderdeck. Er trug eine Maske, eine Konstruktion aus scharlachroten Federn, schwarzem Glas und stacheligem grünen Haar. Das Hausboot legte an. Sklaven warfen Taue aus und legten die Gangplanke. Thissell, die Waffe schußbereit in der Tasche seines Umhangs, ging an Bord. »Angmark, bitte widersetzen Sie sich nicht und machen Sie keine…« Etwas Schweres, Hartes packte ihn von hinten, ein Hymerkin klimperte, und eine Stimme sang: »Bindet dem Narren die Arme!« Thissell drehte den Kopf. Über ihm stand Haxo Angmark, ertrug die Maske des Drachenzähmers, aus schwarzem Metall gefertigt, mit einer Nase wie eine Messerschneide, eingesetzten Augenrohren und drei gezackten Kämmen, die über den Schädel nach hinten verliefen.
Soweit eine Kostprobe aus Jack Vance’ bizarrer Novelle »Die Mondmotte« aus dem Jahre 1961. Des weiteren enthält der Band die berühmten klassischen Erzählungen »Das Zeitkino« von T. L. Sherred aus dem Jahre 1947 und »Verborgen« von Wilmar H. Shiras aus dem Jahre 1948.
GALAKTISCHE IMPERIEN Unter diesem Titel wurden für diesen Band die schönsten Erzählungen der fünfziger Jahre zusammengestellt. Erzählungen aus einer Zeit, in der die Science Fiction noch jung war und die Phantasie aufbrach zu ihren Abenteuern in der Galaxis; aus einer Zeit, in der heute weltbekannte und berühmte Autoren noch unbekümmert Space Opera schrieben.
In diesem Band finden Sie 7 Erzählungen. Darunter:
ARTHUR C. CLARKE – Die Besessenen
POUL ANDERSON – Die Sternenplünderer
ISAAC ASIMOV – Die Stiftung
und vieles andere mehr. Eingeleitet von Brian W. Aldiss
BRINGT DIE PFERDE AN BORD! Und macht die Raumschiffe startklar! befiehlt Kieron von Walkür. Laßt uns die Wimpel der Kaiserlichen Erde bis an den Rand der Galaxis tragen! Wie große silberne Fische sprangen die Schiffe der Walkürer hinaus in die Nacht. In den pulsierenden Raumgiganten waren 5000 Krieger bereit zur Schlacht. Unter Deck schnaubten die Kriegsrösser und stampften auf den stählernen Decks. Vor den Bullaugen war ein mit eisigen Fingern nach der Seele greifendes Nichts, das das Bewußtsein verzerrte und sich weigerte, von menschlichen Augen wahrgenommen zu werden: der Hyperraum.
Soweit Alfred Coppel, längst renommierter Bestsellerautor in seiner Space Opera »Der Rebell von Walkür« von 1950. Und ebenso buntscheckig und unbekümmert frühe Erzählungen von CORDWAINER SMITH, CLIFFORD SIMAK, JAMES WHITE und anderen.
Zweiter Teil des großen Sammelbands GALAKTISCHE IMPERIEN Weitere Bände sind in Vorbereitung
Der alte Trapper kam herein und zerrte seine Beute an den Vordergliedmaßen hinter sich her. »Gib mal das Messer her, Junge!« Orel sah sich um, entdeckte das Messer und reichte es ihm und sah dann fasziniert und zugleich angewidert zu. »Jetzt schau mir gut zu, dann zeig ich dir, wie man eines von diesen großen Biestern häutet und ausnimmt!« sagte der alte Trapper. Er machte den ersten Schnitt. »Gefährliche Kreaturen, aber wenn man ihre Gewohnheiten so gut kennt wie ich ... man kann sie ja schließlich nicht völlig ausrotten ...« »Weißt du, Onkel, wenn man dieses Tier waschen und rasieren würde und ...« – er lachte selbst über seinen drolligen Gedanken – »und es in Kleider steckte, dann ...« »Dann würde es eine entfernte Ähnlichkeit mit uns zeigen? Hm? Ja ... in gewisser Weise ... natürlich. Aber ihre außenliegenden Ohren, und daß sie nur fünf Finger an jeder ...«
Soweit eine Kostprobe aus Avram Davidsons böser Geschichte »Der Prämienjäger«. Des weiteren finden Sie in diesem Band frühe Erzählungen von A. E. VAN VOGT, JAMES BLISH, ALGIS BUDRYS, JOHN D. MacDONALD, MACK REYNOLDS und FREDRIC BROWN.
Dritter Teil des großen Sammelbandes GALAKTISCHE IMPERIEN
»…Wo ist diese Erde, von der Sie kommen?« Hautamaki wies in den Himmel, der sich über ihnen spannte, auf das Sternenband der Milchstraße mit den Myriaden blitzender Sterne. »Dort weit draußen, auf der anderen Seite der galaktischen Linse.« Der Fremde nickte. »Auch wir haben viele Welten besiedelt, haben uns ausgedehnt und langsam die Galaxis umkreist. Und eines Tages mußten wir uns begegnen. Ich grüße euch, meine Brüder. Und ich bin traurig, weil ich weiß, was das bedeutet.« »Wir Menschen sind allein«, sagte Hautamaki und blickte zu den dichtgedrängten Milliarden von Sternen auf. »Wir haben den Kreis geschlossen und fanden nur uns selbst. Die Galaxis gehört uns, aber wir sind allein.« Soweit eine Kostprobe aus HARRY HARRISONS Erzählung »Begegnung am Ende«, in der sich die fernen Abkömmlinge der Erdenmenschen als vermeintliche Fremde begegnen – nach Millionen von Jahren auf der anderen Seite der Galaxis. Des weiteren finden Sie in dem Band Erzählungen von POUL ANDERSON, ROGER DEE, GARDNER F. FOX und F. L. WALLACE Vierter Teil des großen Sammelbandes GALAKTISCHE IMPERIEN Weitere Bände sind in Vorbereitung.
Der Mensch hat den Raum besiegt und dabei die Erde vernichtet, ist zum mächtigsten Lebewesen aufgestiegen – und hat dabei seine Zukunft verspielt. Makabre und bitterböse Geschichten über SACKGASSEN IN EINE DÜSTERE ZUKUNFT ausgeschildert von Philip K. Dick Howard Fast William Tenn R. A. Lafferty Fritz Leiber u.a.
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